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Wie finde ich den richtigen Ort, um die Goldsuche so erfolgreich wie möglich zu gestalten?

THEMA: Berggold in Sachsen

Berggold in Sachsen 1 Jahr, 2 Monate her #1


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Hallo liebe Forumleser,

mir gehts bei der Ausübung unseres Hobbys nicht so sehr um die Quantität des gefundenen Goldes. Ich bin vielmehr an den wissenschaftlichen geologischen Hintergründen interessiert, die im Zusammenhang mit den hiesigen Goldvorkommen stehen. Ich bin deshalb auch immer viel am recherchieren um historische und aktuelle Publikationen zum Thema Gold in Sachsen zu sammeln.
Um Berggold, das heist Gold in seinem primären Vorkommen gibt es dagegen wenig berichte. Ich würde deshalb hier gerne den Anstoß geben, solche Informationen zu sammeln.

Also, wenn jemand von Literatur weiß, in der von sächsichem Berggold die Rede ist kann hier vielleicht die Referenz angeben.

Ich werde auch mal einen Überblick zu diesem Thema zusammenstellen und hier zeitnah einbringen.

Vielen Dank schon mal an alle die mitmachen, Novalis.

Aw: Berggold in Sachsen 1 Jahr, 2 Monate her #2


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Sehr interessantes Thema!
Leider kann ich nichts dazu beitragen...
Aber mal im Ernst: Literaturquellen habe ich grade keine konkreten zur Hand, aber:
- In Euba hat man nach den umfangreichen Waschversuchen auch einen Stollen von mindestens 100m Länge vorgetrieben. Ob Funde gemacht worden, ist mir nicht bekannt.
- In Hohenstein-Ernstthal hat man ja bis 1912 oder so aus der sulfidischen Vererzung Gold scheiden können.
- Im Freiberger Revier gab es wiederholt Anstrengungen, aus den geförderten Silber-Erzen Gold abzuscheiden.
- Das von mir aus östlich gelegene Sachsen kennt auch Goldbergbau. Schade hat darüber sekundär publiziert.
- Ich habe von gediegen Gold aus dem Bergbaurevier um Hartenstein/Schlema gehört.
- Es gibt in Freiberg in einer Sammlung einen Fund von gediegen Gold auf Kupfererz aus Flöha. Der Fundpunkt (ein Steinbruch) ist leider dem Bau einer Eisenbahnstrecke in meine Landeshauptstadt zum Opfer gefallen...
- Auch im Vogtland gibt es einen, auch von Schade erwähnten Stollenvortrieb auf Gold. Ausbeute ist mir leider nicht bekannt.
- In der Nähe der Gemeinde Oberlichtenau bei Chemnitz soll auf Veranlassung unseres Königs August des Starken Bergbau auf Gold getrieben worden sein. Ausbeute ist mir auch hier nicht bekannt. An besagter Stelle gab es aber im Anschluß intensiven untertägigen Abbau einer Kalklagerstätte. Überreste davon sind erhalten. Die Kollegen vom Besucherbergwerk "Wismutstolln" in Biensdorf könnten hier Quellen kennen bzw, Informationen haben.

GA!
Ralf
Bergstadt Chemnitz

Aw: Berggold in Sachsen 1 Jahr, 2 Monate her #3


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Ja ja, das Problem ist halt das es unzählige Versuchsstollen gab, von denen man nur weis das sie irgendwann mal aufgefahren wurden.

Direkte Nachweise für echtes Berggold kenne ich persönlich nur drei:

a) Aus dem Großraum Freiberg, da hat man im hydrothermal überprägten Nebengestein eines Erzganges mal ein Stück Berggold gefunden.

b) Eine aus dem Schlemaer Revier.

c) Und dann noch aus den Wäldern nördlich von Carlsfeld.

Was es massenhaft gibt, sind Berichte über Goldgehalte in den Erzen der unterschiedlichsten Paragenesen. Auch hier hauptsächlich wieder aus dem Freiberger Raum, aber auch aus dem Vogtland und dem Obererzgebirge.
Das Problem ist jedoch, das man nur dann von Berggold spricht, wenn man es auch mikroskopisch sehen kann, d.h. wenn es als eigenständiges Mineral vorliegt. Bei vielen Erzen die Gold enthalten ist es aber vielmehr so, das das Gold einfach in die Kristalle anderer Minerale (hauptsächlich Gold- und Silbererze) mit eingebaut wurde. Das sind dann keine Berggoldvorkommen im eigentlichen Sinn. Spätestens ab Ende des 18. Jahrhunderts hat man aber auch diese Goldspuren in den Erzen durch amalgamieren mitgewonnen.

Aw: Berggold in Sachsen 1 Jahr, 2 Monate her #4


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Hi Novalis,

hast Du schon die Berichte in der Rubrik "Noch mehr Kupfer und Gold in der Lausitz" gelesen?

Ich glaub wir haben ein generelles Problem, dass unsere bisherigen Rubriken nicht so ganz trennscharf sind. Manche Inhalte, gerade solche hinweise, stehen mittlerweile doppelt und dreifach hier im Forum verstreut drin.

Beste Quelle dazu dürfte aber ein kürzlich erschienenes Heft der bergbaugeologisch interessanten Zeitschrift "Glückauf" sein, mit dem Themenschwerpunkt „Gold in Deutschland“. Darin ausführlich die Situation in Sachsen. ACHTUNG: SEHR TEUER! FACHZEITSCHRIFT!

Aw: Berggold in Sachsen 1 Jahr, 2 Monate her #5


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Auch im Vogtland gibt es einen, auch von Schade erwähnten Stollenvortrieb auf Gold. Ausbeute ist mir leider nicht bekannt.


Es gibt mindestens zwei solcher Stollen im unteren Götschtal, einen davon findet ihr auf folgendem Link:

www.dieterkaeppel.de/migotal/gold.html

Der andere befindet sich kurz vor der Mündung in die Elster, etwas unterhalb der Gaststätte Waldfrieden. Ich war in beiden nicht drin, stand aber schon mal davor. Ich denke eh nicht das es dort was interessantes zu holen gibt. Aber wen interessiert kann mal vorbeischauen.

Aw: Berggold in Sachsen 1 Jahr, 1 Monat her #6


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Habe ich gerade zufällig ergoogelt:

"06.08.2002, 06:46
Hier den Beitrag an die richtige Stelle:
"Goldgrube auf dem Kamme der Höhe zwischen Vielau und Oberhaslau"

Gutbier,1834
Azidos
06.08.2002, 09:19
Also ich komme ja aus Zwickau, und Wilkau und Vielau liegen sozusagen vor meiner Haustüre. Obwohl ich von dieser Goldgrube noch nie gehört habe, kann ich die Richtigkeit nicht aussschliessen. Ich bezweifle allerdings die Ergiebigkeit der Grube. Wird dann wohl, wie viele solche Gruben, nur ein bescheidener Betrieb mit noch bescheideneren Ausbeuten gewesen sein.
chlotar
06.08.2002, 09:58
die Funde sind verbrieft. Sicher wie Du schon vermutest,wenig.
Dennoch hätte ich gern mal ein Belegstück gesehen.
Übrigens,der Beschreiber Gutbier war zu seiner Zeit ein berühmter Mann.
So haben Karbonpflanzen ,die in Zwickau gefunden werden(Westphal D),seinen Namen als Artnamen erhalten. Da er vielseitig war,suchte und bestimmte er auch Mineralien.

Gruss Lothar"

Gefunden bei Schatzsucher.de

GA!
Ralf
Bergstadt Chemnitz

Aw: Berggold in Sachsen 7 Monate, 1 Woche her #7

goldsucher49 schrieb:
Sehr interessantes Thema!
Leider kann ich nichts dazu beitragen...
Aber mal im Ernst: Literaturquellen habe ich grade keine konkreten zur Hand, aber:
- In Euba hat man nach den umfangreichen Waschversuchen auch einen Stollen von mindestens 100m Länge vorgetrieben. Ob Funde gemacht worden, ist mir nicht bekannt.
- In Hohenstein-Ernstthal hat man ja bis 1912 oder so aus der sulfidischen Vererzung Gold scheiden können.
- Im Freiberger Revier gab es wiederholt Anstrengungen, aus den geförderten Silber-Erzen Gold abzuscheiden.
- Das von mir aus östlich gelegene Sachsen kennt auch Goldbergbau. Schade hat darüber sekundär publiziert.
- Ich habe von gediegen Gold aus dem Bergbaurevier um Hartenstein/Schlema gehört.
- Es gibt in Freiberg in einer Sammlung einen Fund von gediegen Gold auf Kupfererz aus Flöha. Der Fundpunkt (ein Steinbruch) ist leider dem Bau einer Eisenbahnstrecke in meine Landeshauptstadt zum Opfer gefallen...
- Auch im Vogtland gibt es einen, auch von Schade erwähnten Stollenvortrieb auf Gold. Ausbeute ist mir leider nicht bekannt.
- In der Nähe der Gemeinde Oberlichtenau bei Chemnitz soll auf Veranlassung unseres Königs August des Starken Bergbau auf Gold getrieben worden sein. Ausbeute ist mir auch hier nicht bekannt. An besagter Stelle gab es aber im Anschluß intensiven untertägigen Abbau einer Kalklagerstätte. Überreste davon sind erhalten. Die Kollegen vom Besucherbergwerk "Wismutstolln" in Biensdorf könnten hier Quellen kennen bzw, Informationen haben.

GA!
Ralf


Hallo Gemeinde,

ich bin neu aber aber wasche schon seit 2 Jahren Gold. @ Ralf, gibt es irgendwelche unterlagen oder Hinweise wo dieser besagte Steinbruch war? (hab das mal Rot markiert. wenns geht bitte per PN will vermeiden das der Ort dann ne Wallfahrtsstelle wird.

LG
Goldkrümel

Aw: Berggold in Sachsen 7 Monate, 1 Woche her #8


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Hallo GK!
Der Ort wird mit Sicherheit keine Wallfahrtstelle, da er in kurzen Abständen von der Deutschen Bahn frequentiert wird. Der Steinbruch ist heutzutage Bestandteil der Bahntrasse nach Dresden und nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt Richtung Falkenau unterhalb vom Golfplatz. Hier wurden wirklich große Mengen Gestein abgetragen um der Bahnstrecke eine Art Hohlweg zu verschaffen.
GA!
Ralf

Anhang C:\fakepath\Vermuteter Ort.kmz nicht gefunden



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Bergstadt Chemnitz

Aw: Berggold in Sachsen 7 Monate, 1 Woche her #9

hmm, jetz weis ich wo das ist. da ist kein rankommen , es sei denn man is lebensmüde

Aw: Berggold in Sachsen 7 Monate, 1 Woche her #10


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Naja, ist aber nur meine persönliche Vermutung nach Sichtung der Aktenlage .
Der Dir sicher auch bekannte, abgesoffene Steinbruch ist zur Erweiterung des Güterbahnhofgeländes teilweise verfüllt worden. Die der Bahnlinie zugewandte Seite des Bruches ist aber wohl noch im Ursprungszustand.
Möglicherweise kann man da noch dieses oder jenes Mineral finden. Gehört oder gelesen habe ich von weiteren Funden aber nichts und der Fund des Goldes liegt wohl etwa 80 Jahre zurück. Prinzipiell ist das Gebiet schon spannend, stellt es doch eine deutliche Erhebung mitten im Talkessel von Flöha dar.
Hier mal noch ein Zitat unseres Landsmannes Falk aus Flöha:
"Hallo Ralf,
dass das Gold auf verwitterten Kupfererz sein soll, überrascht mich etwas. Es stimmt, dass es in Flöha, unterhalb der "neu" gebauten Bahntrasse Chemnitz-Dresden mal einen Hornblendeschiefer-Steinbruch gab. Dort konnte man Kupfererz (gediegen) finden. Ich kenne einen Sammler, der in der Mineralienniederlage Freiberg ein oder zwei Stück bekommen konnte. Mich würde es stark wundern, wenn das wirklich Gold gewesen wäre... sofern du die Schrift auftreiben kannst und sich darin etwas genaueres sagen lässt, wäre ich an Infos sehr interessiert."

GA!
Ralf
Bergstadt Chemnitz
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